Bayerns größtes Maisfeld-Labyrinth

Außergewöhnliche Attraktion hinter dem historischen Gutshof in Altenmarkt an der Alt nahe der Pfarrkirche Baumburg: Ab 21. August kann hier Bayerns größtes Maisfeld-Labyrinth erkundet werden. Es bedeckt eine Fläche von rund 113 000 Quadratmetern. Muk Heigl, Veranstalter des Baumburger Kultursommers, und Klosterbrauerei-Geschäftsführer Dominik Tapper schaffen mit dem Naturkunstwerk einen touristischen Anziehungspunkt im nördlichen Chiemgau. Die Größe des Labyrinths ist ergiebig für einen Tagesausflug und garantiert Spaß für die ganze Familie. Das Gelände ist ideal geeignet für Kindergarten- und Schulausflüge.
Dieses Labyrinth ist in das 113 000 Quadratmeter große Maisfeld nahe der Baumburg gemäht worden.
30 Kilometer mit dem Einachsschlepper

Heigl hat es sich nicht nehmen lassen, selbst Hand - oder in diesem Fall besser: Fuß - anzulegen: Mehr als 30 Kilometer hat er an drei Tagen mit dem Einachsschlepper im Maisfeld zurückgelegt. Der Veranstaltungsorganisator hat Bayerns größtes Maisfeldlabyrinth gestaltet. "Dominik Tapper und ich hatten auf der Fahrt zur BioFach Ende Februar die Idee, ein Maisfeldlabyrinth zu machen", erzählt Heigl. Es sollte nicht irgendein Labyrinth werden - Bayerns größtes sollte es sein. Und weil das noch nicht reicht, sollten außergewöhnliche Veranstaltungen im Labyrinth stattfinden. "Kunst und Kultur für alle soll's geben", verspricht Heigl.

Mehrere hundert Stunden hat Heigl in die Planung gesteckt, ein Grafiker setzte die Idee um, dass aus der Luft das Baumburger Wappen, zwei Bierkrüge, ein Teller mit einer Wurst, eine Bierflasche, das Keltenpferd und das Logo "Chiemgau - Bayerns Lächeln" zu sehen sein sollten. Die Grafik wurde dann von einem Traunreuter Ingenieurbüro in eine Flurkarte ein- und dann in GPS-Daten umgearbeitet. "Wir arbeiten da mit der modernsten verfügbaren Technik", so Heigl weiter. Die Daten wurden über mehrere Stunden zu einem Satelliten hochgeladen, der dann das GPS-Gerät am Mäher mit den richtigen Koordinaten versorgte.

Für Freizeitsportler wird ein rund zwei Kilometer langer Jogging-Pfad angelegt. Geplant sind geführte Nachtwanderungen, Spiele, Konzerte, vielfältige kulturelle Veranstaltungen, Workshops, Wettbewerbe, Auftritte, Hubschrauberrundflüge und vieles mehr. Unter dem Motto "MaisArt" schafft Walter Angerer der Jüngere eine Maultrommel-Skulptur für das Maisfeld, Hans Thurner und Ute Lechner zeigen eine Auswahl aus ihrem künstlerischen Werk.

Das Programm beginnt offiziell am Samstag, 21. August. Das Feld ist Ausgangspunkt für Hubschrauberundflüge über den Chiemgau. Solche Flüge werden am Sonntag, 22. August, ein weiteres Mal angeboten.

Musikalische Vielfalt im Maisfeld

Gerockt wird im Maisfeld auch, und zwar am Freitag, 27. August: "Jesus Volt" aus Paris führen ihren elektronischen Bluesrock ins Feld. Die Band existiert seit zehn Jahren und hat bisher über 700 Konzerte gegeben. "Jesus Volt" gelten als die legitimen Nachfolger von "ZZ Top". Die Musik von Jesus Volt ist eine Mischung aus Blues der 40er und 50er Jahre, Funk der 70er und einem guten Schuss Rock 'n' Roll, jedoch immer offen für die Musik des 21. Jahrhunderts.

Eine intime musikalische Begegnung zweier hoch virtuoser Ausnahmemusiker steht am Freitag, 10. September, auf dem Programm, wenn "Andima" ein Konzert im Maisfeld geben. Andreas Hinterseher, der Akkordeonist von "Quadro Nuevo", und Martina Eisenreich, Violinistin von "Wundergeige" und "Lauschgold", improvisieren und verführen mit ihrer Musik - zuweilen ausgesprochen unseriös im Umgang mit ihren Instrumenten und faszinierend in ihrer unbändigen Ausstrahlung.

Unter dem Titel ,,MaisStyle" präsentiert Miss Chiemgau 2010, die Modeschöpferin Susanne Hausschmid, am Sonntag, 12. September, ab 19 Uhr unter anderem das ChiemgauDirndl, das sie gemeinsam mit Lesern von den lokalen Tageszeitungen Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger kreiert hat. Eröffnet wird dieser Sonntag um 10 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen, bei dem es bis 13 Uhr kesselfrische Weißwürste und Baumburger Bierspezialitäten gibt. Aufspielen wird die Trostberger Stadtkapelle. Danach wird im Labyrinth unter dem Motto ,,Chiemgau macht den Rücken frei" der Gewinner des Chiemgau-Radls, das der Chiemgau Tourismus in Kooperation mit additive bikes und der Klosterbrauerei Baumburg verlost, ermittelt. Der Chiemgau Tourismus stellt dazu für die Zeit von 13 bis 18 Uhr ein buntes Programm zusammen. Ein weiterer Höhepunkt des Tages: Saxofonist Michael Hornstein, seine Band und Percussionist Wolfgang Lohmeier werden gemeinsam mit Angerer dem Jüngeren ab 20.30 Uhr Musik und bildende Kunst zu einer Einheit verschmelzen - Motto: "The Thunder of Mais Art".

Die Gruppe "Baeck ln Town" spielt am Freitag, 17. September, zum "Tanz in den Mais" auf. Die drei Musiker präsentieren ein reichhaltiges Programm aus Cover-Songs der letzen fünf Jahrzehnte. Mit ihrem ausgefeilten, mehrstimmigen Harmonie-Gesang und den beiden Akustik-Gitarren verstehen sie es immer wieder, ihr Publikum zu fesseln und zu begeistern.

Römer- und Keltenlager im Labyrinth

Ein Römer- und Keltenfest wird im Labyrinth am Sonntag, 19. September, gefeiert. Das historische Spektakel findet auf dem Keltenpferd-Terrain statt: Dann wird ein großes Römer- und Keltenlager aufgebaut und mit Leben gefüllt. Mit von der Partie sind die "BedaiusKelten" aus Seebruck, die Bogenschützen der Gruppe "Baios", die "Legio II Italica", die "Alauni" aus Österreich und der "Clan Cuallaidh". Zwei Schmiede werden ihre Handwerkskunst demonstrieren, Mitglieder des Kulturvereins Hilgerhof bringen den Gästen die Imkerei näher. Für die passende Musik sorgt die Gruppe "Wooden Lords", speziell für Kinder gibt es ein Märchenzelt sowie betreute Arbeitsgruppen mit Lederflechten, Specksteinschnitzen, Münzprägen, Kettenflechten und ähnlichem. Bei Lagerfeuerromantik sind Handwerksdemonstrationen sowie eine Auswahl an historischen Marktständen zu sehen. Von Met bis zum römischen Schweinebraten ist natürlich für die passende Bewirtung gesorgt.

(Text und Foto: Andreas Falkinger)

Die MaisBase ist täglich geöffnet; der Eintritt ins Maisfeldlabyrinth kostet 1,50 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 14 sind frei. Karten für die Konzerte gibt's beim Traunreuter Anzeiger, Tel.: 08669/4044. Weitere Informationen unter: www.baumburger-maisbase.de.
Artikel vom 14.08.10
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