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Nichts für Seilbahnfahrer

Samerberg. Der CROSSALPSCup, bei dem Gleitschirmflieger am kommenden Wochenende, 27. und 28. Juni, ihre Helden küren, ist nichts für Seilbahnfahrer oder Warmduscher: Die Teilnehmer legen ihr persönliches Limit am weitesten entfernt von der Hochries, müssen aber auch wieder zurück kommen.
Möglichst weit weg von der Hochries, aber auch wieder rechtzeitig zurück – das ist die Herausforderung beim CROSSALPS-Cup.
In der Kombiveranstaltung aus Bergsteigen und Gleitschirmfliegen heißt es: Ein Wochenende lang soweit die Flügel und Füße tragen – ohne Bergbahnen oder sonstige Fortbewegungsmittel. Ziel ist, nach zwei Tagen laufen und fliegen so weit wie möglich vom Startberg weg und wieder zurück zu kommen.

Dabei wird mitunter der eigentliche Sinn dieses Sports ins Gegenteil verkehrt. Nicht selten haben nämlich die Piloten ihre Fluggeräte in den letzten Jahren weiter und höher getragen, als sie mit ihnen fliegen konnten – das Wetter ließ einfach keine gleitende Fortbewegung zu. Da keine technischen Hilfsmittel wie Bahnen, Autos oder Fahrräder erlaubt sind, hilft nur fliegen oder gehen. Viele Teilnehmer verbringen zudem die Nacht auf einem erstiegenen Berg, unter freiem Himmel und eingehüllt in ihrem Gleitschirm.

In diesem Jahr geht der internationale Wettbewerb, der vom Gleitschirmclub Hochries-Samerberg veranstaltet wird und an der Talstation der Hochries startet, in seine fünfte Runde. Für die Teilnehmer gibt es exklusive Preise. Ein Schweizer Team will einen eigenen Kameramann mit auf die Tour nehmen.

Als besonderen Anreiz gibt es zwei weitere regionale Wettbewerbe der gleichen Art – der eine im Juli in Locarno, der andere im August in Lienz.

Den krönenden Abschluss bildet die Siegerehrungsparty am Sonntagabend vor der Talstation der Hochries. Im letzten Jahr war mit Herbert Tamegger (Kössen) und Georg Schreder (Reit im Winkl) ein österreichisch-deutsches Team siegreich. Ihr Wendepunkt am Limit lag in der Kelchsau.
Artikel vom 24.06.09
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